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Geschichte

Die Psychologische Kriegführung

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Adolf Hitler hatte ausführlich in seinem Buch „Mein Kampf“ auf das Versagen der kaiserlichen Regierung bei der psychologischen Kriegsführung hingewiesen und angemahnt, daß Deutschland die Rückständigkeit auf diesem Gebiet aufholen müsse.

So schuf er 1933 sogleich ein Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda, das den in vielen anderen Ländern existierenden Informationsministerien nachempfunden war. Der zuständige Minister Dr. Joseph Goebbels bemühte sich nachzuholen, was bislang im Reich versäumt worden war, nämlich die Organisierung einer politischen Propaganda. Sie sollte in Wort, Bild, Film und Ton die innere Haltung des Menschen beeindrucken und beeinflussen; sie zielte auf Psychologie und Stimmung des Volkes, was man für besonders notwendig hielt, weil das deutsche Volk nach dem Ausgang des vergangenen Krieges unsicher war und sich nachhaltig gedemütigt fühlte.

Im Jahr 1938/39 einigten sich das Propagandaministerium und das Oberkommando der Wehrmacht, wie im Falle eines Konfliktes die Aufgaben der psychologischen Kriegführung bzw. der Propaganda aufgeteilt werden sollten. Beide Institutionen schlossen ein „Abkommen über die Durchführung der Propaganda im Krieg“ ab, in dem der Propagandakrieg „als wesentliches, dem Waffenkrieg gleichrangiges Kriegsmittel anerkannt“ wurde. Man hatte von Briten und Amerikanern aus der Zeit des Ersten Weltkrieges gelernt.

Im Spätsommer 1938 fand ein erster Orientierungslehrgang für Offiziere statt, die im Falle eines Krieges im Propagandasektor der Wehrmacht tätig werden sollten. Diese Offiziere wurden, wie Generalmajor Hasso von Wedel, erster Kommandeur deutscher Propagandatruppen, schilderte, über die Wirkung von Propaganda durch Wort, Bild, Film und Ton auf die Menschen diesseits und jenseits der politischen Grenzen unterrichtet.

„Propaganda kann die innere Haltung des Menschen beeinflussen, dadurch militärische Erfolge vorbereiten und etwaige Mißerfolge in ihrer Auswirkung schwächen. Im Dienst der Wehrmacht wird die Propaganda eingesetzt zur Erhaltung der Opferfreudigkeit und der geschlossenen Wehrwilligkeit des eigenen Volkes, zur Aufklärung über die das Leben des eigenen Volkes beeinflussenden militärischen Maßnahmen, zur Überwindung von Unruhe und Erregung im Volke, die durch feindliche Einwirkungen auf das Heimatgebiet hervorgerufen werden, sowie zur Tarnung, Verschleierung und Irreführung eigener militärischer Absichten.“

Während das Reichspropagandaministerium für die Gesamtpropaganda verantwortlich war, sollte für die geistige Betreuung der eigenen Truppe die Wehrmacht zuständig sein, ebenso wie für aktive Propaganda im Kampfgebiet und in die feindliche Bevölkerung und in die feindliche Streitmacht hinein.

Zusammen mit den übrigen deutschen Truppen marschierten am 1. September 1939 in Polen auch sieben Propaganda-Kompanien sowie zwei Kriegsberichter-Kompanien der Luftwaffe und eine der Kriegsmarine (die PK-Kompanien der Kriegsmarine und der Luftwaffe nannten sich Kriegsberichter-Kompanien) ein.

Prof. Linebarger bescheinigt sowohl den Propaganda-Kompanien als auch der politischen psychologischen Kriegführung, daß sie der alliierten psychologischen Kriegführung mindestens ebenbürtig waren.

Die Alliierten hatten – ebenso wie die deutsche Seite – bereits vor Ausbruch der Feindseligkeiten Vorbereitungen für den Psychokrieg getroffen. Schon in den frühen dreißiger Jahren organisierten die VSA die Einbindung der Zeitungs- und Rundfunkkorrespondenten in die Kriegsmaschinerie. Unter dem Namen „Office of War Information“ wurde ein zentrales Propaganda-Institut eingerichtet, das für eine VSA-freundliche Stimmung im In- und Ausland sorgen sollte. Mit dem Eintritt der VSA in den Krieg setzte eine totale Zensur ein. Nur noch offizielle Communiqués durften veröffentlicht werden. Ebenfalls unverzüglich begannen Bestrebungen, wie im Ersten Weltkrieg so auch diesmal den Feind zu entmenschlichen.

Die Japaner wurden zu „Affen in Uniform“ stilisiert, denen man bestenfalls menschenähnliche Züge zubilligte, während man auf den Deutschen die im Ersten Weltkrieg bewährten Klischees „Hunne“ und „Barbar“ anwandte.

Großbritannien war, wie die Fachliteratur ausweist, aufgrund seiner Erfahrungen im Ersten Weltkrieg den Amerikanern im Psychokrieg um einige Schritte voraus. Die Organisation klappte vorzüglich. Auf Greuelpropaganda in der übertriebenen Art des Ersten Weltkrieges verzichteten die Briten jedoch, weil man zum einen erkannt hatte, daß sie auf den Anstifter zurückschlägt und die Möglichkeiten vergrößert, daß die eigene Seite die propagierten Grausamkeiten verübt aus Rache für die, die behauptet worden sind, und zum anderen, weil Greuelpropaganda den Feind von der Kapitulation abhält. Außerdem hatte sich im Ausland herumgesprochen, daß die Greuelpropaganda des Ersten Weltkrieges aus Lügen bestand.

Obwohl die britische Presse im Privatbesitz war, konnte man durch geschickte Organisation erreichen, daß die psychologische Kriegführung einheitlich im ganzen Land durchgesetzt wurde. So blieben Rundfunk und Presse ausnahmslos bei der Behauptung, daß Briten und VS-Amerikaner einen Luftkrieg durchweg gegen militärische Ziele in Deutschland und den mit ihm verbündeten Ländern führten. Berichte aus Deutschland und aus den neutralen Staaten, daß vor allem die Wohnviertel gezielt angegriffen würden, wurden als Nazi-Propaganda abqualifiziert. Auch war man sich einig in der Behauptung, daß die in Katyn zu Tausenden gefundenen ermordeten polnischen Offiziere von den Deutschen umgebracht worden seien, obwohl schon während des Krieges der britischen Regierung bekannt war, daß ihre sowjetischen Verbündeten die Mörder waren.

Der „Erfinder“ war als Sohn australischer Eltern in Berlin geboren und dort zeitweise auch aufgewachsen, bevor er später in England Journalist wurde. Er sprach perfekt deutsch mit Berliner Akzent und haßte die Deutschen in der traditionellen Art eines Briten, der in jedem Deutschen einen Konkurrenten witterte und überzeugt davon war, daß es niemanden auf den britischen Inseln gibt, der von einer deutschen Niederlage keine Vorteile hätte. Auf seine Anregung wurde 1941 in England eine Rundfunk-Kampagne gestartet, mit dem Ziel, die Moral der Deutschen zu schwächen. Dieser Journalist namens Sefton Delmer richtete mit Unterstützung aller wichtigen britischen Dienststellen, seien sie politischer, seien sie militärischer Art, mehrere Radiosender ein, die auf Mittel- und Kurzwelle unter den Namen „Gustav Siegfried Eins“, „Atlantiksender“, „Soldatensender Calais“ oder Sender „Christus der König“ deutschsprachige Sendungen ausstrahlten und vorgaben, das Sprachrohr oppositioneller Deutscher zu sein. Gestaltet wurden die Sendungen von deutschen Deserteuren und Emigranten. Mit ihnen baute Delmer ein Programm auf, das nach seiner Darstellung nach dem Prinzip arbeitete: „Wir dürfen nie zufällig oder aus Nachlässigkeit lügen, sondern immer nur bewußt und überlegt.“

Tatsächlich war diese Art der psychologischen Kriegführung so wirksam und dauerhaft, daß noch heute viele ihrer Behauptungen und erfundenen Geschichten als historische „Wahrheiten“ vor allem in Deutschland verbreitet und geglaubt werden.

Er erfand Fälle, in denen „bewiesen“ wurde, daß Funktionsträger der NSDAP korrupt seien. Er verbreitete erdachte Meldungen darüber, daß in der Wehrmacht Bluttransfusionen vorgenommen wurden mit durch Geschlechtskrankheiten verseuchtem Blut von Polen und Russen. Er bemühte sich, U-Boot-Besatzungen gegen ihre Offiziere aufzuwiegeln.

Er erdichtete einen angeblichen Brief des in Deutschland überaus populären Jagdfliegers Werner Mölders, der tödlich verunglückt war. In dem in England produzierten Brief sollte der Eindruck erweckt werden, Mölders sei ein Gegner des Nationalsozialismus gewesen und habe gefürchtet, von der Gestapo ermordet zu werden. Den Brief ließ Delmer in -zigtausendfacher Ausführung von britischen Flugzeugen über Deutschland abwerfen.

Unter britischer Regie wurden Briefe geschrieben von angeblichen Krankenschwestern über die letzten Stunden von in britischer Gefangenschaft gestorbenen deutschen Kriegsgefangenen, in denen den Angehörigen mitgeteilt wurde, man habe Wertsachen des Toten an den zuständigen Kreisleiter der NSDAP zur Weiterleitung geschickt. Wenn die Angehörigen bei diesem nachfragten, ahnte der natürlich nichts. Nach einiger Zeit prangerte Delmer in seinen Propagandasendern die angebliche Unterschlagung an.

Um das gute Verhältnis zwischen den Deutschen und den in Deutschland tätigen Fremdarbeitern zu stören, ließ die britische Propaganda über Deutschland in den Sprachen der Fremdarbeiter verfaßte Anweisungen zusammen mit Brand-Päckchen, mit deren Hilfe Sabotage getrieben werden sollte, abwerfen.

Einer der wichtigen Mitarbeiter Sefton Delmers war der an der Juli-Erhebung beteiligte Otto John, dem es gelang, über Spanien nach England zu fliehen, wo er sich der britischen Schwarzen Propaganda zur Verfügung stellte. Nach dem Krieg wurde John Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz und tauchte eines Tages auf rätselhafte Weise in der sowjetischen Besatzungszone auf, um dort Propaganda gegen die BRD zu machen.

Sefton Delmer selbst hat all die Einzelheiten in seinen in den 60er Jahren erschienenen Memoiren „Die Deutschen und ich“ ungeschminkt geschildert. Das Motto seiner Tätigkeit sei gewesen:

„Wir wenden jeden Trick an, der sich denken läßt, auch den schmutzigsten. Jeder Griff ist erlaubt. Je übler, um so besser. Lügen, Betrug – alles!“

Nicht wenige seiner damaligen Mitarbeiter waren nach der deutschen Niederlage in führenden Positionen in der Medienlandschaft tätig, um eine demokratische deutsche Presse aufzubauen.

Die psychologische Kriegführung der Sowjetunion hatte eine besondere Aufgabe. Es zeigte sich nach dem Beginn des deutsch-sowjetischen Krieges sehr schnell, daß die Rote Armee zu einem großen Teil nicht bereit war, für den Bolschewismus zu kämpfen. Die Zahl der Überläufer schwoll in die Zigtausende, und Hunderttausende ergaben sich den deutschen Truppen, die in weiten Gebieten der Sowjetunion als Befreier empfangen wurden. Da schaltete die Sowjetregierung sehr schnell auf eine Greuelpropaganda um, die selbst die britischen Schreckensmeldungen des Ersten Weltkrieges in den Schatten stellte.

Am 6. November 1941, am 24. Jahrestag der Oktoberrevolution, behauptete Stalin öffentlich, man habe bei einem gefallenen deutschen Offizier einen „Appell des deutschen Oberkommandos an die deutschen Soldaten“ gefunden, in dem zu lesen war: „Töte jeden Sowjetrussen, mach nicht halt, auch wenn du einen Greis oder eine Frau, ein kleines Mädchen oder einen Jungen vor dir hast.“ Weiter Stalin: „Die Hitler-Horden morden und vergewaltigen die friedlichen Bewohner unseres Landes, ohne Frauen, Kinder und Greise zu schonen“, und er nannte die Deutschen „Menschen, die jedes Menschenantlitz verloren haben und auf das Niveau wilder Tiere herabgesunken sind“.

Drei Wochen später gab der sowjetische Außenminister Molotow über Radio Moskau sowie in einem millionenfach verbreiteten Flugblatt eine Steigerung, indem er behauptete, „daß gefangen genommene größtenteils verwundete Rotarmisten vom deutschen Oberkommando und den deutschen Truppenteilen zum Opfer bestialischer Folterungen und Quälereien und Morde gemacht werden […] Gefangene Rotarmisten werden mit glühenden Eisen gefoltert, ihnen werden die Augen ausgestochen, Beine, Arme und Ohren und Nasen abgehackt, die Bäuche aufgeschlitzt, sie werden an Panzerwagen gebunden und in Stücke gerissen.“

In einem weiteren sowjetischen Flugblatt des Zweiten Weltkrieges wurde behauptet, die deutschen Soldaten

„töten kleine Kinder vor den Augen der Mütter, sie schlitzen die Bäuche der schwangeren Frauen auf, schneiden die Brüste von nährenden Müttern ab, vergewaltigen Frauen, Mütter und Schwestern und treiben sie in Freudenhäuser …“

Mit solchen Argumenten wurden die Sowjetbürger aufgerufen, die Deutschen

„zu vernichten, ihnen weder Tag noch Nacht Ruhe zu geben, sie überall zu vernichten, wo man sie erwischt, sie mit allem zu töten, was man zur Hand hat: Beil, Sense, Brecheisen, Heugabeln, Messern … Erwürgt, zerhackt, verbrennt, vergiftet den faschistischen Auswurf!“

Und ein gefangengenommener Rotarmist sagte aus, am 1. Oktober 1941 habe das Mitglied des Zentralkomitees der KPdSU, Kazalapow, die Sowjetsoldaten aufgefordert, deutsche Soldaten und Verwundete „vor der Erschießung durch Verstümmelung noch zu quälen“ (Anm.: Literatur dazu: „Verbrechen an der Wehrmacht“ – Teil 1 & 2 und „Die Wehrmacht-Untersuchungsstelle“).

Bekannte sowjetische Literaten, Künstler, Historiker und Journalisten machten bei diesem Greuelfeldzug mit, unter ihnen jener Schreibtischmörder, der heute noch von westdeutschen Linken gefeierte Ilja Ehrenburg, der bereits am 4. Januar 1945 meldete, daß die Deutschen sechs Millionen Juden ermordet hatten, und das fast drei Wochen bevor die Rote Armee das KL Auschwitz eingenommen hatte.

Die sowjetische Greuelpropaganda war so wirkungsvoll, daß manche Deutsche auch jetzt noch daran glauben. So ist es zu erklären, daß „eine Ausstellung“ mit der gleichen Tendenz, finanziert von einem westdeutschen Multimillionär und gestaltet von einem bekannten Kommunisten, durch Deutschland wandert und demnächst auch in den VSA gezeigt werden soll.

Auch von deutscher Seite wurde im Rahmen der psychologischen Kriegführung versucht, Gegnern das Menschliche abzusprechen, so etwa in der Broschüre „Der Untermensch“. Wie die Briten im Ersten Weltkrieg den Deutschen zum „Barbaren“ und „Hunnen“ herabwürdigten, so meinte man jetzt, dem Siege näherzukommen, indem man den sowjetischen Gegner als „Untermenschen“ beschimpfte, obwohl man dann erläuternd hinzufügte, keineswegs damit den Russen oder Ukrainer, sondern jenen Menschentyp zu meinen, den der Bolschewismus hervorgebracht habe. Diese Art psychologischer Kampfführung schlug auf die Deutschen zurück. Und der Angriff ging auch ins Leere, denn die Frontsoldaten erlebten im Osten einen Gegner, den sie als Kämpfer achteten, und sie erfuhren darüber hinaus, daß fast eine Million Bürger der Sowjetunion den Kampf gegen den Bolschewismus auf der Seite der deutschen Wehrmacht aktiv unterstützte.

Der Ausgang des Zweiten Weltkrieges brachte es mit sich, daß die im Rahmen der psychologischen Kriegführung verbreiteten Behauptungen der Sieger als historische Wahrheiten in das Bewußtsein der Öffentlichkeit eingingen, während die Niederlage der Achsenmächte als Beleg dafür genommen wurde, daß deren Positionen offenkundig nicht beachtenswert seien.

1947 veröffentlichte Dr. Paul M. A. Linebarger, Professor an der Johns Hopkins University in Washington ein Werk über die psychologische Kriegführung, das als grundlegend gilt. Es erschien einige Jahre darauf in Deutschland unter dem Titel „Schlachten ohne Tote“. Linebarger versuchte darin, eine wissenschaftliche Basis für die im Ersten Weltkrieg von Großbritannien geschaffene Art der Kriegführung zu schaffen, die im Zweiten Weltkrieg von allen kämpfenden Staaten angewendet wurde und deren Wirkungen bis heute zu spüren sind. In der Einleitung des Werkes macht Linebarger folgende Defintion dazu:

„Die psychologische Kriegsführung wird vor dem Krieg, während des Krieges und nach dem Kriege betrieben […] nicht eingeengt durch Gesetze, Gepflogenheiten und Gewohnheiten des Krieges […] Die psychologische Kriegsführung ist ein fortlaufender Vorgang […] und obwohl unberechenbar, kann der Erfolg überwältigend sein […]. Die psychologische Kriegsführung beginnt schon lange vor der eigentlichen Kriegserklärung. Sie geht auch weiter, nachdem die offenen Feindseligkeiten eingestellt worden sind.“

Es geht darum, den Willen des Gegners vor, während und nach einem Kampf zu beeinflussen, seinen Kampfeswillen, seinen Siegeswillen, sein Durchhaltevermögen zu schwächen, das gegnerische Volk von seiner Führung zu trennen und seinen Glauben an die eigene gerechte Sache zu zerstören. Das eigene Volk hingegen soll in seinem Widerstandswillen gestärkt werden; man will es überzeugen, daß es für eine gerechte Sache in den Kampf zieht und daß die Opfer, die es bringt, einem edlen Zweck dienen. Die gegnerische Nation soll anderen, nicht am Waffengang beteiligten Staaten gegenüber verteufelt werden, um so die noch neutralen daran zu hindern, an deren Seite in den Krieg einzutreten, sie sogar vielleicht zu bewegen, die eigene Partei zu ergreifen.

Mit der „Erfindung“ der psychologischen Kriegführung durch Großbritannien im Ersten Weltkrieg bekamen Kriege eine neue Dimension. Im 18. und 19. Jahrhundert führten Staaten mit Hilfe ihrer Streitkräfte Kriege, um die Politik mit anderen Mitteln fortzusetzen. Die Bevölkerung blieb von unmittelbaren Folgen weitgehend verschont; sie wurde nicht als feindlich angesehen.

Die Französische Revolution legte angeblich, nach Linebarger, den Grundstein zu einer anderen Betrachtungsweise. Aus Söldnerheeren wurden Volksheere von Wehrpflichtigen. Aus Untertanen wurden Bürger. Es kämpften nunmehr Nationen gegen Nationen.

Gleichzeitig verstärkten sich die Bemühungen, dem Krieg Regeln zu geben. Offensichtlich erkannte man, daß die Technik immer wirkungsvollere Möglichkeiten des Zerstörens und Tötens bot; die verantwortlichen Männer der Politik kamen zu dem Schluß, daß dieser Kriegstechnik Zügel angelegt werden sollten. Außerdem mußten Kriege gezähmt werden, weil beim Aufeinanderprallen von Nationen die Gefahr drohte, daß sie ausuferten zu Ausmaßen des Dreißigjährigen Krieges, weil jede Seite meinte, das „Gute“ gegen das „Böse“ verteidigen zu müssen. Da beim Kampf für das „Gute“ jedes Mittel recht sei, um das „Böse“ zu vernichten, konnte ein Konflikt jedes Maß sprengen – mit schrecklichen Folgen für beide Seiten.

Wie sich die Moralisierung des Krieges auswirkte, das konnten Beobachter zum ersten Mal registrieren beim Kampf der amerikanischen Nordstaaten gegen die Südstaaten. Zum ersten Mal wurde hier ein „totaler Krieg“ (im heute gebräuchlichen Sinne des Begriffes) geführt.

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