Geschichte

Wannsee-Konferenz: Wie gut, daß es das Holocaust-Schutzgesetz gibt!

Das im September 2001 eröffnete jüdische Museum in Berlin vermittelt dem Besucher die juristische Holocaust-Version, wonach auf der sogenannten Wannsee-Konferenz die Vernichtung der Juden, die sogenannte „Endlösung“ beschlossen worden sei. Diese Behauptung wird immer wieder in Nachrichtensendungen im Fernsehen wiederholt. Und Michael Stürmer, der Hofhistoriker der Bundesrepublik, veröffentlichte noch Anfang 2002 einen Artikel, indem er ebenfalls behauptete, auf der sogenannten Wannsee-Konferenz sei die Judenvernichtung beschlossen worden: „In wenigen Tagen ist 60. Jahrestag der Wannseekonferenz, wo der Geheimplan zur systematischen Ausrottung der Juden beschlossen wurde.“ (Die Welt, 17.1.2002, S. 8)

Na, ja, das kann er lässig schreiben, denn das Holocaust-Schutzgesetz der BRD verleiht ihm die Macht für seine Dreistigkeit. Gleichzeitig zwingt dasselbe Gesetz jeden Bürger, Stürmers Ergüsse widerspruchslos hinzunehmen.

Gemäß der juristischen Holocaust-Version wurde auf einer sogenannten Wannsee-Konferenz die „systematische Ausrottung der Juden beschlossen“, ungeachtet der Tatsache, daß jene Bundesregierung, die die Deutschen zwingt, an Stürmers „alberne“ Wannsee-Geschichte zu glauben, in ihrer hauseigenen Zeitung „Das Parlament“ das Gegenteil behauptete: „Die vorurteilsfreie Kenntnisnahme des ‚Besprechungsprotokolls‘ (der Wannsee-Konferenz) überzeugt davon, daß die Versammelten nichts beschlossen, was als gedanklicher und befehlsmäßiger Ausgangspunkt des Verbrechens gewertet werden könnte. Doch konnte die Geschichtswissenschaft das Bedürfnis nach konkreter geschichtlicher Vorstellung nicht befriedigen, ihre Vertreter vermochten zum falschen Geschichtsbild keine anschauliche Alternative zu bieten … Immerhin scheint es gelungen zu sein, den landläufigen Irrtum zumindest zu erschüttern. Indessen las man neuerdings in Presseveröffentlichenungen abgewandelte Versionen, die von der Wahrheit nach wie vor einigermaßen entfernt sind. So hieß es etwa, daß am 20. Januar 1942 am Wannsee … die Teilnehmer der ‚Wannsee-Konferenz‘ ‚koordinierende Maßnahmen zur Ermordung von über 11 Millionen Juden aus europäischen Ländern beschlossen‘ hätten.“ (Aus Politik und Zeitgeschichte – Beilage zur Wochenzeitung ‚Das Parlament‘ B 1-2/92, 3. Jan. 1992, Seite 18)

Diese Art Holocaust-Kapriolen haben durchaus Tradition in der Bundesrepublik. Die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth verkündete nur drei Wochen nach dem Wannsee-Artikel in ihrer eigenen Hauszeitung „Das Parlament“ anläßlich der Eröffnung des Wannsee-Museums, das Gegenteil von dem, was ihr „Parlament“ geschrieben hatte: „Doch dieser Ort, der für die kalte Bürokratisierung des Massenmordes steht, da die an ihm abgehaltene Konferenz die Komplizenschaft des gesamten Staatsapparates bei der geplanten Massenvernichtung von elf Millionen europäischer Juden bezeugt, muß für immer im Gedächtnis bleiben.“ (Allgemeine Jüdische Wochenzeitung, 23.1.1992, S. 2)

Frau Süßmuth wurde gleich nach ihrem fulminanten Auftritt im Wannsee-Museum von der jüdischen Holocaust-Kapazität, Professor Yehuda Bauer, darüber belehrt, daß sie mit ihrer Behauptung eine „alberne Geschichte“ nachgeplappert hatte: „Gemäß Yehuda Bauer von der Hebräischen Universität von Jerusalem handelte es sich bei Wannsee um ein Treffen, das man schwerlich als ‚eine Konferenz‘ bezeichnen kann. Und ‚wenig von dem, was dort gesagt wurde, wurde im Detail in die Tat umgesetzt. … Die Öffentlichkeit wiederholt immer und immer wieder die alberne Geschichte, daß in Wannsee die Vernichtung der Juden beschlossen worden sei. Wannsee war da, aber nur als Stufe in dem sich entfaltenden Prozeß des Massenmordes‘, sagte er.“ (The Canadian Jewish News, 30.1.1992, S. 8)

Diese Tatsache störte Frau Süßmuth ebenso wenig wie sie Herrn Stürmer störte, schließlich werden Widersprüche gegenüber solchen „Albernheiten“ (Prof. Bauer) vom BRD-Strafrecht fast wie nach Art der „Heiligen Inquisition“ verfolgt.

„Die Behauptung, daß die Zahl 5,7 Millionen [ermordete Juden] beträgt, ist unwahr. Die Zahl der jüdischen Opfer kann sich zwischen einer und 1,5 Millionen bewegen, weil gar nicht mehr für Hitler und Himmler ‚greifbar‘ waren.“ – Ferdinand Otto Miksche, Das Ende der Gegenwart, Herbig, Munich 1990, S. 107 f

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